Startseite meiner Demo-Webseite für einen Gartenbaubetrieb. Das Foto darin stammt von Jakob Rubner auf Unsplash.
Eine WordPress-Webseite zu bauen heißt, drei Dinge früh zu entscheiden: womit das Design entsteht, wie die Webseite aufgebaut ist und wer sie später pflegt. Der Rest folgt daraus. Ich baue solche Webseiten seit Jahren für Unternehmen und betreue sie danach weiter, und die Probleme, die mir Jahre später auf den Tisch kommen, gehen fast immer auf eine dieser drei Stellen zurück.
Dieser Leitfaden geht diese drei Stellen durch, mit den Zahlen, die ich selbst aufrufe.
WordPress Webdesign bezeichnet die Gestaltung und technische Umsetzung einer Webseite auf Basis des Content-Management-Systems WordPress. Dazu gehören das Design, der Aufbau der Unterseiten, die Umsetzung als Theme oder mit einem Page Builder sowie die Einrichtung von Technik, SEO-Grundlagen und Pflege. WordPress liefert den Unterbau, das Aussehen entsteht darüber.
Was WordPress Webdesign umfasst
Drei Ebenen stecken darin, und sie werden oft durcheinandergeworfen.
Die Gestaltung ist das, was du siehst: Farben, Schriften, Abstände, der Aufbau jeder Unterseite. Die technische Umsetzung bringt diese Gestaltung nach WordPress, entweder über ein Theme oder über einen Page Builder. Die Pflege hält das Ergebnis am Laufen, also Updates, Backups und neue Inhalte.
Ein Angebot, das nur die erste Ebene abdeckt, ist ein Design-Entwurf und keine Webseite. Ein Angebot, das die dritte weglässt, funktioniert etwa ein Jahr. Danach steht eine veraltete Installation im Netz, und niemand fühlt sich zuständig.
WordPress läuft laut W3Techs auf 40,2 Prozent aller Webseiten und hat unter den Content-Management-Systemen einen Anteil von 58,8 Prozent. Die aktuelle Version ist 7.1.1 vom 17. September 2026.
Theme, Page Builder oder individuell gebaut
Hier fällt die Entscheidung, die am längsten nachwirkt. Alle drei Wege führen zu einer funktionierenden Webseite, unterscheiden sich aber im Preis, in der Freiheit und darin, wie gut sich später etwas ändern lässt.
Fertiges Theme kaufen
Du kaufst eine Vorlage für 50 bis 80 Euro, füllst sie mit deinen Inhalten und tauschst Logo und Farben. Das ist der schnellste und günstigste Weg.
Bezahlt wird das mit Ballast. Ein verkauftes Theme muss zu möglichst vielen Käufern passen und bringt deshalb Funktionen mit, die du nie brauchst, dazu ein Optionsfeld für jede davon. Deine Webseite lädt all das trotzdem. Dazu sieht sie aus wie die anderen Webseiten, die dieselbe Vorlage gekauft haben.
Mit einem Page Builder arbeiten
Ein Builder wie Bricks oder Elementor legt eine visuelle Oberfläche über WordPress. Du ziehst Abschnitte zusammen und siehst sofort das Ergebnis. Das ist der verbreitetste Weg im professionellen WordPress Webdesign, weil er Gestaltungsfreiheit und Tempo verbindet.
Dafür hängt die Webseite am Builder. Deaktivierst du ihn, bleiben an vielen Stellen unformatierte Reste zurück. Du bindest dich an ein Produkt und an dessen Update-Zyklus.
Individuell gebautes Theme
Das Design entsteht als eigenes Theme, das nur enthält, was diese Webseite braucht. Nichts wird geladen, das nirgends vorkommt, und die Ausgabe im Browser ist so schlank wie das Design es zulässt.
Das kostet am meisten Zeit im Bau und rechnet sich über die Jahre, wenn die Webseite schnell bleiben und wachsen soll. Für eine Webseite mit fünf Unterseiten und ohne Ausbaupläne ist es zu viel. Wie ich das in Projekten umsetze, steht auf der Seite zur WordPress-Programmierung.
Bricks, Elementor und Gutenberg im WordPress-Vergleich
Gutenberg ist der Editor im WordPress-Kern und kostet nichts. Elementor und Bricks sind kostenpflichtige Erweiterungen. Die Werte stammen von den Herstellerseiten, abgerufen am 20. September 2026.
| Gutenberg | Elementor | Bricks | |
|---|---|---|---|
| Lizenz | im Kern enthalten | ab 49 Euro im Jahr | ab 79 Euro im Jahr |
| Gestalterische Freiheit | an die Blöcke gebunden | groß | groß, bis ins HTML hinein |
| Einstieg | am leichtesten | leicht | steiler, näher am Code |
| Ausgabe im Browser | schlank | umfangreich | schlank |
| Wenn das Werkzeug wegfällt | Inhalte bleiben lesbar | Reste bleiben zurück | Reste bleiben zurück |
| Wer pflegt es | WordPress selbst | der Hersteller | der Hersteller |
Ich baue mit Bricks. Der Grund steht in der vierten Zeile: Was Bricks an HTML ausgibt, kann ich bis auf das einzelne Element bestimmen, und das entscheidet später über die Ladezeit. Elementor nimmt mir mehr ab und erzeugt dafür pro Abschnitt mehr Code, den ich anschließend wieder einfangen muss.
Für eine Webseite mit wenigen Unterseiten und ohne besondere Gestaltungswünsche reicht Gutenberg vollkommen aus. Eine Lizenz zu verkaufen, die niemand braucht, bringt mir nichts und dir Folgekosten.
Wann WordPress passt und wann nicht
WordPress passt, wenn du Inhalte selbst pflegen willst, wenn die Webseite wachsen soll, wenn ein Blog oder Neuigkeiten dazukommen, oder wenn irgendwann ein Onlineshop daraus werden könnte.
WordPress passt schlechter bei einer Webseite mit fünf Unterseiten, die sich im Jahr zweimal ändert. Da schleppst du ein komplettes Redaktionssystem samt Datenbank, Login und Update-Pflicht mit, ohne etwas davon zu nutzen. Für solche Fälle baue ich mit Astro: fertiges HTML, kein Login im Netz, nichts, was monatlich aktualisiert werden muss.
Die ehrliche Abgrenzung zum Baukasten habe ich im Beitrag WordPress oder Baukasten aufgeschrieben.
Eine WordPress-Webseite planen
Vor der ersten Designidee steht die Struktur. Welche Unterseiten gibt es, was soll auf jeder davon passieren, und über welchen Weg kommt jemand von der Startseite dorthin.
Aus dieser Liste entsteht die Navigation, und aus der Navigation ergibt sich, welche Layouts überhaupt gebraucht werden. Meist sind es vier bis sechs: Startseite, Leistungsseite, Textseite, Kontakt, dazu Übersicht und Detail für Referenzen oder Beiträge.
Inhalte gehören vor das Layout. Wer ein Design auf Blindtext baut, stellt beim Einfügen der echten Texte fest, dass die Überschrift dreizeilig wird und das Kundenzitat viermal so lang ist wie gedacht. Aus der Reihenfolge Inhalt, dann Struktur, dann Gestaltung entstehen die wenigsten Nacharbeiten.
Design und Nutzerführung auf einer WordPress-Webseite
Die meisten Besucher kommen mit dem Smartphone. Das Design entsteht deshalb zuerst für den schmalen Bildschirm und wächst nach oben, nicht umgekehrt.
Auf jeder Unterseite sollte in den ersten zwei Sekunden klar sein, worum es geht und was der nächste Schritt ist. Eine Überschrift, die das Angebot benennt, ein Satz zur Einordnung, ein sichtbarer Weg zur Anfrage. Kein Karussell, das nach drei Sekunden weiterspringt und den Satz mitnimmt, den jemand gerade liest.
Vertrauen entsteht über Konkretes: echte Fotos statt gekaufter Symbolbilder, benannte Kunden, ein Gesicht auf der Kontaktseite, eine Adresse im Impressum. Das wiegt schwerer als jede Animation.
WordPress und SEO
WordPress bringt eine brauchbare Grundlage mit. Permalinks lassen sich sauber einstellen, die Überschriften-Struktur ist im Editor vorgesehen, eine XML-Sitemap entsteht ohne Zutun, und mit Rank Math oder Yoast pflegst du Titel und Beschreibungen pro Unterseite.
Ein Vorsprung ist das nicht. Vier von zehn Webseiten im Netz laufen auf derselben Grundlage. Den Unterschied machen Inhalte, die eine Frage wirklich beantworten, eine Struktur, in der zusammengehörende Unterseiten aufeinander verlinken, und eine Webseite, die schnell lädt.
Was beim Bauen zählt: eine saubere URL-Struktur von Anfang an, genau eine H1 pro Unterseite, eigene Titel und Beschreibungen statt automatisch erzeugter, und Bilder mit Alt-Text. Das später nachzuziehen ist mühsam, weil jede geänderte URL eine Weiterleitung braucht. Wie ich daraus laufende Arbeit mache, steht unter SEO-Optimierung.
Ladezeit einer WordPress-Webseite
Google misst die Ladezeit über die Core Web Vitals. Die Schwellenwerte für „gut” liegen laut web.dev bei 2,5 Sekunden für den größten sichtbaren Inhalt, 200 Millisekunden für die Reaktion auf eine Eingabe und 0,1 für das Verrutschen des Layouts. Gemessen wird am 75. Perzentil der echten Aufrufe, getrennt für Mobil und Desktop.
Drei Stellen entscheiden darüber, in dieser Reihenfolge:
- Bilder. Ein Foto direkt aus der Kamera hat 4.000 Pixel Breite und mehrere Megabyte, angezeigt wird es auf 600 Pixel. Richtig skaliert und als WebP ausgeliefert bleibt davon ein Bruchteil.
- Plugins. Jedes lädt eigenes CSS und JavaScript, oft auf jeder Unterseite, auch wo es nichts zu tun hat. In meinen Projekten laufen sechs statt der vierunddreißig, die ich bei Übernahmen regelmäßig vorfinde.
- Hosting. Ein Billig-Tarif mit geteilter Datenbank bremst jede Anfrage, bevor die erste Zeile HTML das Haus verlässt.
Sicherheit und Pflege der WordPress-Webseite
WordPress wird angegriffen, weil es verbreitet ist. Die Angriffe laufen automatisch und probieren bekannte Lücken in Plugins und Themes durch, ohne zu prüfen, wer dahintersteht. Eine kleine Handwerkerseite steht damit auf derselben Liste wie ein großes Portal.
Dagegen hilft Routine: Updates zeitnah einspielen, vor jedem Update ein Backup, die Anmeldung härten, und einmal im Jahr genauer hinsehen. Wann die Sicherheitsupdates erscheinen, bestimmen die Entwickler. Eine kritische Lücke lässt sich nicht bis zum nächsten ruhigen Wochenende aufschieben.
Ich protokolliere jedes eingespielte Update in einem eigenen Plugin, damit meine Kunden nachsehen können, was wann passiert ist:

Was dazugehört und in welchem Takt, steht unter WordPress-Wartung.
Was WordPress Webdesign kostet
Preise für Webdesign stehen selten im Netz, und wenn, dann ohne Bezugsgröße. Hier stehen meine.
Einmalige Kosten
Eine Unternehmenswebseite mit Startseite, Leistungen, Referenzen, Über mich und Kontakt liegt im mittleren vierstelligen Bereich. Darin enthalten sind Struktur, Design, Umsetzung, Einrichtung und die Übergabe. Der Preis bewegt sich mit der Zahl der Unterseiten, mit Funktionen wie Formularen, Filtern oder einem Buchungssystem, und damit, wie viel Gestaltung individuell entsteht.
Am stärksten drücken fertige Inhalte den Preis. Liegen Texte und Bilder vor, entfällt der Posten, der in vielen Projekten der größte ist.
Wer nicht vierstellig vorab zahlen will, kann die Webseite mieten, ab 99 € im Monat ohne Einmalkosten.
Laufende Kosten
| Posten | Preis |
|---|---|
| Domain | 10 bis 20 € im Jahr |
| Hosting | 5 bis 30 € im Monat |
| Wartung und Pflege | 39 bis 129 € im Monat |
| Plugin-Lizenzen | 0 bis 300 € im Jahr |
Warum die Angebote für Wartung so weit auseinandergehen, liegt an vier Punkten, die im Preis oft nicht sichtbar sind: wie oft aktualisiert wird, ob vor jedem Update ein Backup entsteht, ob nach dem Update jemand nachsieht, ob die Webseite noch funktioniert, und wie schnell jemand reagiert, wenn sie es nicht tut. Ein Angebot für 9 € im Monat kann all das nicht enthalten. Die Rechnung dahinter habe ich unter Was kostet WordPress-Wartung aufgemacht.
Typische Fehler beim WordPress Webdesign
Aus dem, was ich bei Übernahmen vorfinde:
- Plugin für jedes Problem. Vierunddreißig Stück, davon sieben seit zwei Jahren ohne Update, zwei mit identischer Funktion.
- Backups, die nie zurückgespielt wurden. Ob eine Sicherung funktioniert, weißt du erst, wenn du sie einmal eingespielt hast.
- Bilder in Originalgröße. Der häufigste Einzelgrund für eine langsame Startseite.
- Kein Staging. Änderungen laufen direkt auf der Live-Webseite, Fehler sehen die Besucher zuerst.
- Admin-Konto heißt „admin”. Damit kennt ein Angreifer schon die Hälfte.
- Theme direkt bearbeitet. Das nächste Theme-Update überschreibt die Änderungen.
Relaunch ohne Verlust der Sichtbarkeit
Steht schon eine Webseite, ist der Neubau vor allem ein Umzugsprojekt. Der teuerste Fehler dabei: die alten URLs verschwinden ersatzlos und mit ihnen die Rankings, die über Jahre entstanden sind.
Was davor schützt:
- Alle bestehenden URLs auflisten, bevor etwas abgeschaltet wird.
- Für jede geänderte URL eine 301-Weiterleitung auf das neue Ziel setzen.
- Den Neubau auf einer Testumgebung aufbauen, nicht live.
- Die Testumgebung auf
noindexstellen, damit Google sie nicht aufnimmt. - Nach dem Umschalten die Search Console auf 404-Fehler prüfen, zwei Wochen lang.
Ausführlicher steht das im Beitrag zum Webseiten-Relaunch.
Checkliste für dein WordPress-Projekt
Zum Abhaken vor dem Livegang:
- Struktur und Navigation stehen fest, bevor gestaltet wird
- Texte und Bilder liegen vor, kein Blindtext im Layout
- Entscheidung für Gutenberg, Builder oder eigenes Theme ist getroffen und begründet
- Design zuerst für das Smartphone, dann nach oben
- Genau eine H1 pro Unterseite, saubere Überschriften-Hierarchie
- Eigener Titel und eigene Beschreibung pro Unterseite
- Alle Bilder skaliert, komprimiert, mit Alt-Text
- Schriften liegen lokal, nicht auf einem fremden Server
- SSL aktiv, alles läuft über HTTPS
- Impressum und Datenschutzerklärung vollständig
- Backup läuft automatisch und wurde einmal testweise eingespielt
- Wer die Updates macht, ist geklärt und schriftlich festgehalten
Quellen
Häufige Fragen zu WordPress Webdesign
Was kostet WordPress Webdesign?
Eine Unternehmenswebseite mit Startseite, Leistungen, Referenzen, Über mich und Kontakt liegt im mittleren vierstelligen Bereich. Dazu kommen laufende Kosten: Hosting, eine Domain und, wenn du die Technik abgibst, die Wartung ab 39 € im Monat. Der Preis hängt an der Zahl der Unterseiten, den Funktionen und daran, wie viel Gestaltung individuell entsteht.
Brauche ich für WordPress einen Page Builder?
Nein. Gutenberg steckt im WordPress-Kern und reicht für viele Webseiten aus. Ein Builder wie Bricks oder Elementor lohnt sich, wenn du gestalterisch mehr Freiheit brauchst, als die Blöcke hergeben, oder wenn mehrere Layouts sauber wiederverwendbar sein sollen.
Ist WordPress gut für SEO?
WordPress bringt eine saubere Grundlage mit: Permalinks, Überschriften-Struktur, Sitemap und mit Rank Math oder Yoast alles für Titel und Beschreibungen. Ein Ranking-Vorteil ist das nicht, weil Millionen anderer Webseiten dieselbe Grundlage haben. Den Unterschied machen Inhalte, Ladezeit und interne Verlinkung.
Wie lange dauert es, eine WordPress-Webseite zu bauen?
Für eine Unternehmenswebseite mit fünf bis zehn Unterseiten rechne mit vier bis acht Wochen ab Auftrag. Der längste Posten sind fast immer die Inhalte, also Texte, Fotos und Logos. Sind die vollständig da, geht die Umsetzung schnell.
Kann ich meine WordPress-Webseite selbst pflegen?
Inhalte ja, Technik selten. Texte, Bilder und neue Unterseiten änderst du im Editor ohne technisches Wissen. Updates, Backups und Sicherheit laufen im Hintergrund und brauchen Routine, weil ein übersprungenes Sicherheitsupdate eine bekannte Lücke offen lässt.
Was ist besser, WordPress oder ein Baukasten?
Ein Baukasten ist schneller startklar und günstiger im Monat. WordPress gehört dir, lässt sich in jede Richtung erweitern und du kannst es jederzeit zu einem anderen Hoster mitnehmen. Wächst die Webseite über ein paar Unterseiten hinaus oder soll sie Anfragen bringen, ist WordPress die tragfähigere Grundlage.
Wie viele Plugins verträgt eine WordPress-Webseite?
Auf die Zahl kommt es weniger an als auf die Qualität. Zwanzig schlanke, gepflegte Plugins bremsen weniger als fünf schlechte. In meinen Projekten liegen sechs bis zehn, weil vieles direkt im Theme steckt statt in einem zusätzlichen Plugin.
Gehört mir meine WordPress-Webseite?
Ja. WordPress ist Open Source, das Theme und die Inhalte gehören dir, und du bekommst Zugang zu Hosting und Datenbank. Du kannst die komplette Webseite jederzeit exportieren und woanders weiterbetreiben. Bei gemieteten Baukästen ist das meist nicht so.