Warum eine Kita eine eigene Webseite braucht
Eltern suchen einen Betreuungsplatz meist unter Zeitdruck und oft schon vor der Geburt. Was sie dabei finden, entscheidet mit darüber, wo sie sich bewerben. Viele Einrichtungen stehen bis heute nur mit Adresse und Telefonnummer auf der Seite des Trägers oder im Portal der Kommune. Das beantwortet keine einzige der Fragen, die Eltern tatsächlich haben.
Eine eigene Webseite kostet euch weniger Zeit, als ihr denkt, und spart hinterher welche. Jede Frage, die dort beantwortet ist, kommt nicht mehr per Telefon in die Gruppenzeit hinein. Das gilt für Öffnungszeiten und Schließtage genauso wie für die Frage, welche Unterlagen zur Anmeldung gehören.
Was Eltern auf der Kita-Webseite zuerst suchen
Die Reihenfolge ist bei fast allen Einrichtungen gleich, und sie unterscheidet sich deutlich von dem, was auf vielen Kita-Seiten oben steht. Ein Leitbild gehört auf die Webseite, aber nicht an die erste Stelle.
- Gibt es überhaupt freie Plätze, und ab welchem Alter
- Wie läuft die Anmeldung ab, bis wann, mit welchen Unterlagen
- Öffnungszeiten, Bringzeiten und die Schließtage im Jahr
- Was kostet der Platz, und was kommt für Essen und Ausflüge dazu
- Wie sieht ein normaler Tag aus, von der Ankunft bis zur Abholung
- Wie läuft die Eingewöhnung, und wie lange dauert sie
- Wer betreut mein Kind, und wie groß sind die Gruppen
- Wie wird gegessen, und wer kocht
Diese Punkte gehören auf eigene Abschnitte mit klaren Überschriften, damit Eltern springen können. Eine Konzeption als PDF, in der alles zusammensteht, ersetzt sie nicht: Eltern müssen sie erst herunterladen und dann selbst nach der Stelle suchen, die sie gerade brauchen.
Die Webseite als Bewerbung um neue Fachkräfte
Der zweite Grund für eine gute Kita-Webseite steht selten im Lastenheft, ist aber inzwischen oft der wichtigere. Erzieherinnen und Erzieher suchen sich ihre Stelle aus. Wer eine Einrichtung vergleicht, schaut sich die Webseite an, und zwar bevor er eine Bewerbung schreibt.
Dafür braucht ihr eine eigene Seite für offene Stellen, die mehr sagt als „Wir suchen Verstärkung". Gruppengröße, Personalschlüssel, Konzept, Fortbildungen, Dienstplanmodell, Bezahlung nach Tarif: Das sind die Punkte, nach denen tatsächlich entschieden wird. Fotos vom Team und aus den Räumen wirken hier stärker als jede Formulierung, weil sie zeigen, wo jemand künftig arbeitet.
Kinderfotos auf der Kita-Webseite
Bilder aus dem Alltag machen eine Kita-Webseite lebendig, und sie sind zugleich der Punkt mit dem größten Fehlerpotenzial. Für jedes erkennbare Kind braucht ihr die Einwilligung beider Sorgeberechtigten, und zwar für genau diesen Zweck. Eine Einwilligung lässt sich außerdem jederzeit widerrufen, dann muss das Bild herunter. Bei einer Webseite, die niemand pflegt, wird genau das zum Problem.
In der Praxis hat sich ein Mittelweg bewährt. Für die öffentliche Webseite Aufnahmen, auf denen Kinder nicht erkennbar sind: Hände beim Bauen, ein Rücken auf dem Klettergerüst, der gedeckte Tisch, der leere Gruppenraum am Morgen. Alles mit erkennbaren Gesichtern läuft über einen geschützten Elternbereich oder gar nicht. Wie das zusammen mit den übrigen Pflichten aussieht, steht im Glossar unter DSGVO. In der Demo oben zeigen die Bilder Situationen statt Porträts, das ist keine Notlösung, sondern sieht am Ende ruhiger aus.
Als Kindergarten lokal gefunden werden
Gesucht wird nach dem Ort: „Kita Günzburg", „Kindergarten in meiner Nähe", „Krippenplatz Leipheim". Dafür braucht die Webseite den Ort in Titel und Text, die vollständige Adresse und einen gepflegten Google-Business-Eintrag mit denselben Daten wie auf der Webseite. Für Eltern zählt außerdem eine Kleinigkeit, die oft fehlt: eine Anfahrt mit Parkmöglichkeiten und der Bushaltestelle.
Weil viele Eltern die Suche zwischen Tür und Angel am Handy erledigen, entscheidet die Darstellung auf kleinen Bildschirmen darüber, ob sie weiterlesen. Dazu kommen kurze Ladezeiten und Texte in klarer Sprache. In vielen Einrichtungen ist Deutsch für einen Teil der Eltern die zweite Sprache, und kurze Sätze helfen dort mehr als jede Übersetzungsfunktion.
Die Demo-Webseite für eine Kita ansehen
Die Demo für eine Kita ist vollständig gebaut: Werte und Konzept, Räume drinnen und draußen, ein Tagesablauf als Zeitleiste, die Verpflegung aus der eigenen Küche, ein Abschnitt für Eltern und der Weg zum ersten Kennenlernen. Ihr könnt sie oben im Fenster zwischen Desktop, Tablet und Handy umschalten. Einrichtung und Texte sind erfunden, die Technik dahinter ist dieselbe, die ihr bekommt.
Für andere Branchen gibt es eigene Demos. Die Übersicht zum Branchen-Webdesign erklärt, warum eine Kita anders aussehen muss als eine Kanzlei.


