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Was kostet WordPress-Wartung? Preise, Faktoren und die Rechnung dahinter

Die meisten Antworten auf die Frage, was WordPress-Wartung kostet, beginnen mit „das hängt davon ab”. Das stimmt sogar, hilft dir aber kein Stück weiter, wenn du gerade ein Angebot vor dir liegen hast und wissen willst, ob die Zahl darauf in Ordnung geht.

Deshalb hier zuerst die Zahlen, dann die Erklärung. Alle Preise unten stammen von veröffentlichten Preisseiten, nicht aus Schätzungen. Alle sind netto, weil Wartungsverträge fast immer zwischen Unternehmen laufen.

Was WordPress-Wartung im Monat kostet

Für eine normale Unternehmenswebseite bewegen sich die Preise überwiegend in dieser Spanne:

AnbieterEinstiegMitteOben
Seiten Design39 €79 €129 €
Ammersee Media39 €89 €149 €
Dein WP-Doktor59 €99–149 €ab 249 €

Für einen WooCommerce-Shop verschiebt sich alles nach oben. Ammersee Media beginnt dort bei 89 € und geht bis 249 €, Dein WP-Doktor nennt für Shops und Mitgliederbereiche ab 249 € und für komplexe Umgebungen ab 299 €.

Das ist die ehrliche Spanne: 39 bis rund 150 € im Monat für eine gewöhnliche Firmenwebseite, das Doppelte bis Dreifache, sobald Geld über die Webseite fließt. Alles darunter solltest du dir genau ansehen, alles ab etwa 200 € sollte einen benennbaren Grund haben.

Wovon der Preis für WordPress-Wartung abhängt

Drei Faktoren erklären den größten Teil der Unterschiede.

Die Zahl und Art der Plugins. Jedes Plugin ist eine eigene Update-Quelle und eine eigene Fehlerquelle. Eine Webseite mit sechs Plugins ist in zwanzig Minuten aktualisiert und geprüft. Eine mit fünfunddreißig ist es nicht, und die Wahrscheinlichkeit, dass sich zwei davon in die Quere kommen, steigt mit jedem dazu.

Ob Zahlungen laufen. Bei einem WooCommerce-Shop betrifft jedes Update auch Warenkorb, Kasse und Zahlungsanbieter. Ein Fehler dort kostet direkt Umsatz, und er fällt oft erst auf, wenn ein Kunde sich beschwert. Der Prüfaufwand nach jedem Update ist ein Vielfaches.

Wie schnell jemand reagieren muss. Dieser Faktor steht am seltensten im Angebot und macht am meisten aus. „Wir kümmern uns” heißt bei dem einen Anbieter innerhalb von zwei Stunden und bei dem anderen innerhalb von zwei Werktagen. Schnelle Hilfe kostet mehr, weil jemand dafür Zeit freihalten muss, die er sonst verplant hätte. Frag deshalb nach einer Zahl statt nach einer Zusage.

Dazu kommen kleinere Stellschrauben: das Intervall, in dem gewartet wird, ob eine Staging-Umgebung mitläuft, ob Rechtstexte und Cookie-Banner gepflegt werden.

Was in einem Wartungspaket enthalten sein muss

Preise werden erst vergleichbar, wenn dahinter dasselbe steht. Das ist bei WordPress-Wartung fast nie der Fall. Was genau dazugehört, habe ich in einem eigenen Beitrag zur WordPress-Wartung aufgeschrieben. Für den Preisvergleich reichen vier Fragen:

  1. Wird nach dem Update geprüft? Ein Update anzustoßen dauert Sekunden und lässt sich automatisieren. Danach Kontaktformular, Warenkorb und die Darstellung auf dem Handy durchzuklicken dauert länger und ist der Teil, für den du eigentlich bezahlst.
  2. Wo liegen die Backups? Ein Backup auf demselben Server ist bei einem ernsten Vorfall genauso weg wie die Webseite. Getrennter Speicher ist Pflicht, und ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung.
  3. Gibt es ein Protokoll? Ohne Nachweis zahlst du für etwas, das du nicht überprüfen kannst.
  4. Wer geht ans Telefon? Ein Ticketsystem mit Antwort in zwei Werktagen ist etwas anderes als eine Nummer, die jemand abnimmt.

Wenn ein Paket für 30 € auf alle vier Fragen keine klare Antwort hat, ist es kein günstiges Angebot, sondern ein anderes Produkt.

Wie Plugin-Lizenzen die Wartungskosten senken

Diesen Posten übersehen fast alle, dabei ist er der einzige im ganzen Vergleich, der den Preis nach unten zieht.

Premium-Plugins kosten Lizenzgebühren, jedes Jahr aufs Neue. Die Preise für eine einzelne Webseite, direkt von den Herstellerseiten:

PluginLizenz für eine Webseite
WP Rocket49 € / Jahr
Borlabs Cookie (Personal)49 € / Jahr
Gravity Forms (Basic)59 € / Jahr

Drei solcher Plugins sind auf einer gewachsenen Unternehmenswebseite eher die Regel als die Ausnahme. Das sind rund 160 € im Jahr, bevor irgendjemand irgendetwas gewartet hat.

Jetzt kommt der Dreh. Dienstleister kaufen diese Lizenzen als Mehrfachlizenz. WP Rocket deckt mit 249 € im Jahr fünfzig Webseiten ab, das sind rund 5 € pro Webseite statt 49 €. Übernimmt dein Wartungsvertrag die Lizenz, zahlst du sie nicht mehr selbst.

Was eine übernommene Lizenz an Wartungskosten spart

Merk dir eine Zahl, dann kannst du jedes Angebot im Kopf umrechnen:

Eine übernommene Plugin-Lizenz ist rund 4 € im Monat wert.

Denn 49 € im Jahr sind 4,08 € im Monat. Damit wird aus jedem Paketpreis ein echter Preis:

PaketPreisLizenzenRechnerisch
Basis39 €1rund 35 €
Business79 €2rund 71 €
Shop & Performance129 €3rund 117 €

Die Faustregel für den Vergleich: Kostet ein Vertrag mit Lizenzübernahme weniger als 4 € im Monat mehr als einer ohne, ist er die günstigere Rechnung. Bei zwei Lizenzen sind es 8 €, bei drei rund 12 €. Alles darüber musst du mit anderen Leistungen begründen können.

Bieten andere Anbieter Plugin-Lizenzen auch an?

Ja, das ist keine Erfindung von mir. Beim direkten Wettbewerber Ammersee Media sind Lizenzen für Premium-Plugins und Themes ab dem mittleren Paket dabei, das kostet dort 89 € im Monat. Im Einsteigerpaket für 39 € sind keine enthalten, und eine Anzahl nennt die Preisseite in keinem Paket.

Der Unterschied liegt damit an zwei Stellen. Bei mir ist die erste Lizenz schon im Paket für 39 € dabei, und du weißt vorher, um wie viele Plugins es geht und welche zur Auswahl stehen. Die zehn Plug-ins, deren Lizenz ich übernehme, stehen offen auf der Seite zur WordPress-Wartung, von Gravity Forms über Borlabs Cookie bis WP Rocket.

Frag also bei jedem Angebot nach, bevor du Monatspreise nebeneinanderlegst: Sind Lizenzen dabei, wie viele, und für welche Plugins?

Warum Reparieren teurer ist als Wartung

Reparieren kostet fast immer mehr als vorbeugen. Bei einer Webseite ist es wie beim Auto.

Wartung ist planbar: feste Arbeit, fester Preis, jeden Monat derselbe Betrag. Eine Reparatur nach einem Hack ist das Gegenteil. Vorher weiß niemand, wie lange sie dauert. Jemand muss erst finden, wo der Angreifer hereingekommen ist. Dann prüfen, was er verändert hat. Dann alles säubern, die Lücke schließen und nachsehen, ob wirklich nichts übrig geblieben ist. Solche Arbeit wird nach Stunden abgerechnet, und wie viele es werden, weiß man erst hinterher.

Eine feste Zahl schreibe ich hier bewusst nicht hin. Für Notfälle gibt es keine Preislisten, und jeder Fall ist anders.

Teuer wird es außerdem an Stellen, die auf keiner Rechnung auftauchen:

  • Deine Webseite ist offline, während repariert wird. Wer in dieser Zeit nach dir sucht, landet bei jemand anderem.
  • Google kann eine infizierte Webseite als unsicher markieren. Bis die Warnung wieder verschwindet, vergehen Tage.
  • Sind Kundendaten betroffen, kommt eine Meldepflicht dazu.

Ein Wartungsvertrag kostet dagegen jeden Monat dasselbe und soll genau dafür sorgen, dass es nie so weit kommt. Zum Vorbeugen gehört auch WordPress-Sicherheit als eigener Punkt.

WordPress-Wartung selbst machen: was dich die Zeit kostet

Selbst warten ist eine legitime Option, und für manche Webseiten die richtige. Nur ist sie nicht kostenlos, sie ist bloß anders bezahlt.

Rechne ehrlich: Backup anlegen, Updates auf einer Kopie einspielen, die wichtigen Abläufe durchklicken, live nachziehen, protokollieren. Bei einer überschaubaren Webseite ist das eine gute Stunde im Monat, wenn nichts schiefgeht. Setze deinen eigenen Stundensatz ein, und du hast die Zahl, mit der du vergleichen musst.

Der Haken liegt woanders. Das Problem ist selten die Stunde im Monat. Es ist der Nachmittag, an dem ein Update etwas zerlegt und du die Ursache nicht findest. Genau dafür zahlst du bei einem Wartungsvertrag. Die Routine ist der kleinere Teil, der Ernstfall der teure. Wer selbst wartet, braucht deshalb eine Staging-Umgebung und den Willen, sie auch zu benutzen.

Sinnvoll ist das Selbermachen vor allem, wenn du ohnehin technisch unterwegs bist und die Webseite überschaubar ist. Sobald Updates zur Aufgabe werden, die du vor dir herschiebst, hast du die Antwort.

Woran du einen zu billigen Wartungsvertrag erkennst

Ein niedriger Preis ist kein Problem. Ein niedriger Preis für etwas, das im Angebot größer klingt, als es ist, schon. Drei verlässliche Anzeichen:

Alles läuft automatisch. Wenn im Leistungsumfang „automatische Updates” steht und danach nichts mehr kommt, kaufst du ein Plugin, keine Wartung. WordPress kann automatische Updates auch alleine, dafür braucht es niemanden.

Die Reaktionszeit fehlt. Steht keine Zahl im Angebot, gibt es auch keine Zusage. Frag konkret: Was passiert, wenn die Webseite an einem Freitagnachmittag weiß ist?

Das Backup liegt beim Hoster. Viele günstige Verträge verweisen auf das Backup des Hosters und sparen sich einen eigenen. Das ist billiger, weil es weniger ist.

Umgekehrt gilt: Ein Vertrag darf teuer sein, wenn er die Fragen oben klar beantwortet. Was er nicht darf, ist teuer und vage zugleich.

Was WordPress-Wartung bei mir kostet

Damit du die Zahlen oben einordnen kannst, hier meine eigenen. Die Wartungspakete beginnen bei 39 € netto im Monat für kleine Unternehmenswebseiten, das mittlere Paket liegt bei 79 €, das Shop-Paket bei 129 €. Alle sind monatlich kündbar, bei jährlicher Zahlung zahlst du elf statt zwölf Monate.

In jedem Paket sind Premium-Lizenzen enthalten, deren Zahl mit dem Paket wächst. Das ist der Posten, der den Vergleich mit einem nominell günstigeren Angebot oft dreht.

Was du vorher bekommst, ist ein kostenloser Blick auf deine Webseite: welche Versionen laufen, ob es Backups gibt, wo Lücken offen stehen. Das Ergebnis bekommst du schriftlich, auch wenn du dich danach gegen mich entscheidest. Falls dein Fall unter „lohnt sich noch nicht” fällt, sage ich dir das auch, das steht so auf der Leistungsseite.

Mein Fazit zu den Kosten der WordPress-Wartung

Die Spanne ist erklärbar, sobald du weißt, wonach du suchst. 39 bis 150 € im Monat für eine Firmenwebseite, mehr sobald Zahlungen laufen. Was den Preis rechtfertigt, ist die Prüfung nach dem Update, das getrennte Backup und ein Mensch mit einer Reaktionszeit, die im Vertrag steht.

Vergleiche nie nackte Monatspreise. Rechne die Plugin-Lizenzen dazu, frag nach der Reaktionszeit, und lass dir zeigen, wo die Backups liegen. Danach ist ein Angebot für 45 € mit zwei enthaltenen Lizenzen günstiger als eines für 39 € ohne, oder eben nicht. Beides kommt vor.

Denk beim Vergleichen auch an den dritten Fall: gar keine Wartung. Die kostet im Monat nichts und im Ernstfall eine Summe, die vorher niemand kennt.

Häufige Fragen zu den Kosten der WordPress-Wartung

Was kostet WordPress-Wartung im Monat?

Für eine normale Unternehmenswebseite liegen die veröffentlichten Preise überwiegend zwischen 39 und 149 € netto im Monat. Nach unten hin gibt es Angebote ab etwa 30 €, die dann meist nur Updates und ein Backup enthalten. Nach oben ist die Spanne offen: Anbieter mit garantierten Reaktionszeiten und Bereitschaft außerhalb der Geschäftszeiten rufen 250 € und mehr auf. Für einen WooCommerce-Shop verdoppeln sich die Einstiegspreise ungefähr, weil jedes Update dort auch Warenkorb und Kasse betrifft.

Warum sind die Preise für WordPress-Wartung so unterschiedlich?

Weil unter demselben Wort sehr verschiedene Leistungen verkauft werden. Ein Paket für 30 € stößt in der Regel automatische Updates an und legt ein Backup an, mehr nicht. Ein Paket für 129 € prüft nach dem Update, ob Formular, Warenkorb und Darstellung noch funktionieren, überwacht die Erreichbarkeit und hat einen Menschen dahinter, der ans Telefon geht. Vergleichbar werden Preise erst, wenn du drei Dinge nebeneinanderlegst: Wird nach dem Update getestet, wo liegen die Backups, und wie schnell reagiert jemand im Ernstfall.

Sind Plugin-Lizenzen in den Wartungskosten enthalten?

Das hängt vom Anbieter ab und ist der Posten, der einen Preisvergleich am ehesten dreht. Typische Premium-Plugins kosten für eine einzelne Webseite rund 50 € im Jahr, WP Rocket und Borlabs Cookie liegen bei je 49 €, Gravity Forms in der Basisversion bei 59 €. Als Faustregel ist jede übernommene Lizenz rund 4 € im Monat wert. Ein Paket für 39 € mit einer enthaltenen Lizenz entspricht also rechnerisch 35 €. Beim Wettbewerber Ammersee Media gibt es Lizenzen ab dem Paket für 89 €, im Einsteigerpaket für 39 € sind keine dabei. Bei mir ist ab 39 € eine Lizenz enthalten, ab dem Business-Paket zwei und im Shop-Paket drei.

Lohnt sich WordPress-Wartung finanziell überhaupt?

Das hängt von deiner Webseite ab. Ein Basis-Paket kostet 39 € netto im Monat, also 468 € im Jahr, und dafür passiert im besten Fall nichts Aufregendes. Geht dagegen etwas kaputt, wird es fast immer teurer. Eine Reparatur nach einem Hack wird nach Stunden abgerechnet, und niemand kann vorher sagen, wie viele es werden. Dazu kommt die Zeit, in der deine Webseite offline ist. Wenn über sie Anfragen oder Bestellungen kommen, ist die Rechnung meist schnell klar. Ist sie eine reine Visitenkarte, die nächstes Jahr ohnehin ersetzt wird, kann die Antwort auch nein lauten.

Was ist der Unterschied zwischen Wartungskosten und Hosting-Kosten?

Hosting ist der Platz, auf dem deine Webseite liegt, Wartung ist die Arbeit an dem, was dort liegt. Ein Hoster sorgt dafür, dass der Server läuft, aktualisiert aber weder deine Plugins noch dein Theme und prüft auch nicht, ob nach einem Update noch alles funktioniert. Manche Managed-WordPress-Angebote spielen Core-Updates automatisch ein, das ersetzt die Prüfung danach nicht. Beides läuft getrennt, und beides steht getrennt auf der Rechnung.

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