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Deine Webseite steht, sie sieht gut aus, und jetzt willst du sie selbst aktuell halten. Ein neuer Text hier, ein Bild da, das spart ja Geld. Genau an dieser Stelle geht bei vielen Unternehmen mehr kaputt, als sie merken.
Eine Webseite zu pflegen ist eine Fähigkeit für sich. Dieser Beitrag zeigt dir, was dazugehört, welche Fehler beim Selbermachen typisch sind und ab wann du besser jemanden ranlässt.
Was Pflege bei einer Unternehmenswebseite bedeutet
Webseiten-Pflege hat zwei Ebenen: die Technik und die Inhalte. Technik heißt Updates, Backups und Sicherheit. Inhalte heißt, Texte und Bilder sauber und strukturiert einzupflegen. Beide Ebenen entscheiden mit, ob deine Webseite schnell lädt und gut gefunden wird. Und bei beiden kann man ohne Fachwissen viel falsch machen.
Die technische Seite, also Updates, Backups und Sicherheit, habe ich im Beitrag zur WordPress-Wartung ausführlich behandelt. Hier geht es um die andere Hälfte, die oft unterschätzt wird: das Einpflegen von Inhalten. Denn genau da entstehen die Fehler, die man einer Webseite später ansieht.
Inhalte einpflegen ist mehr als Text einfügen
Ein Text ist schnell aus Word kopiert und in den Editor geklebt. Das Problem: Dabei kommt oft ein Wust an unsichtbarem Formatierungs-Code mit, der das Layout durcheinanderbringt. Und selbst sauberer Text braucht Struktur, damit er funktioniert.
Damit ist gemeint: Überschriften müssen als Überschriften ausgezeichnet sein und in sinnvoller Reihenfolge stehen (eine H1, darunter H2, darunter H3), Aufzählungen als echte Listen, Absätze als Absätze. Das nennt sich semantisches HTML. Google liest diese Struktur, um zu verstehen, worum es auf einer Webseite geht. Fehlt sie, wird aus einer klar gegliederten Webseite ein grauer Textblock, den weder die Suchmaschine noch ein Screenreader gut deuten kann. Das kostet dich Onpage-SEO-Substanz, noch bevor es überhaupt um Keywords geht.
Zu große Bilder bremsen deine Webseite aus
Der häufigste Fehler beim Einpflegen: Bilder direkt aus der Kamera oder vom Handy hochladen. So ein Foto hat schnell 4000 Pixel Breite und mehrere Megabyte. Angezeigt wird es dann auf 600 Pixel, geladen aber in voller Größe.
Die Folge spürt jeder Besucher. Die Ladezeit steigt, besonders am Handy und bei mittelmäßigem Netz. Google misst das über die Core Web Vitals und bewertet langsame Webseiten schlechter. Ein einziges zu großes Bild reicht, um den PageSpeed-Score nach unten zu ziehen. Richtig gemacht heißt: passend verkleinern, in ein modernes Format wie WebP bringen und nur so groß ausliefern, wie es angezeigt wird.
Fehlende Alt-Texte kosten dich Sichtbarkeit und Zugänglichkeit
Der Alt-Text ist die Textbeschreibung eines Bildes im Code, und er hat zwei Aufgaben. Screenreader lesen ihn blinden Menschen vor, das Bild wird so überhaupt erst zugänglich. Und Google, das ein Foto nicht sehen kann, versteht über den Alt-Text, was darauf zu sehen ist. Das ist deine Eintrittskarte in die Google-Bildersuche.
Lädst du Bilder ohne Alt-Text hoch, verschenkst du beides. Für ein Unternehmen, das über die Webseite Kunden gewinnen will, ist das ein unnötiges Loch. Und barrierefrei ist die Webseite dann auch nicht, was je nach Branche und Größe inzwischen sogar rechtlich relevant werden kann.
Ohne Meta-Beschreibung überlässt du Google das Snippet
Die Meta-Beschreibung ist der kurze Text unter dem Titel in den Google-Ergebnissen. Sie beeinflusst, ob jemand auf deinen Eintrag klickt oder auf den des Wettbewerbers. Pflegst du sie nicht, baut Google sich selbst einen Schnipsel aus irgendeinem Satz deiner Webseite zusammen, oft einen, der weder überzeugt noch zum Thema passt.
Wie du Titel und Beschreibung sauber setzt, habe ich im Beitrag zu den SEO-Meta-Daten beschrieben. Für jede wichtige Unterseite gehört eine eigene, durchdachte Beschreibung dazu.
Was das Selbermachen wirklich kostet
Auf dem Papier spart Selbermachen Geld. In der Praxis zahlt man an anderer Stelle:
- Schlechteres Ranking, weil Struktur, Bilder und Metadaten nicht stimmen.
- Langsamere Webseite, die Besucher abspringen lässt, bevor überhaupt alles geladen ist.
- Verschenkte Sichtbarkeit in der Bildersuche und eine schlechtere Zugänglichkeit.
- Zeit, viel Zeit, die dir als Unternehmer an anderer Stelle fehlt.
- Reparaturkosten, wenn ein kaputtes Layout oder ein eingeschleppter Fehler später wieder geradegezogen werden muss.
Das Tückische an diesen Kosten: Sie stehen auf keiner Rechnung. Sie zeigen sich in Anfragen, die ausbleiben, und in einem Ranking, das langsam abrutscht, ohne dass man den Grund sofort erkennt.
Wann du die Pflege besser abgibst
Nicht jeder muss all das können. Ein Unternehmer soll sein Geschäft führen und keine Alt-Texte tüfteln oder Bildgrößen rechnen. Die ehrliche Faustregel: Wenn dir die Begriffe in diesem Beitrag neu waren, ist das kein Grund zur Sorge, aber ein guter Grund, die Pflege in andere Hände zu geben.
Jemand, der deine Webseite kennt, pflegt Inhalte in Minuten sauber ein, behält Technik und Sicherheit im Blick und sorgt dafür, dass jede Änderung die Webseite besser macht statt schlechter. Du gibst ein paar Zeilen oder ein Bild durch und bekommst ein Ergebnis, das sitzt.
Fazit
Eine Unternehmenswebseite selbst zu pflegen klingt nach einer einfachen Sparmaßnahme. Sobald aber Inhalte ohne Struktur, riesige Bilder und fehlende Metadaten ins Spiel kommen, wird aus der Ersparnis ein leiser Schaden: Die Webseite wird langsamer und schlechter auffindbar.
Wenn du dich mit Semantik, Bildoptimierung und SEO auskennst und die Zeit dafür hast, mach es selbst. Wenn nicht, ist die Pflege gut angelegtes Geld. Deine Webseite ist für viele Menschen der erste Eindruck deines Unternehmens. Der sollte sitzen. Lass uns kurz sprechen, wenn du sie in gute Hände geben willst.
Häufige Fragen
Kann ich meine Unternehmenswebseite selbst pflegen?
Grundsätzlich ja. In der Praxis braucht es aber Wissen über Bildoptimierung, semantische Struktur, Alt-Texte, Meta-Beschreibungen und die technische Wartung. Fehlt dieses Wissen, schadet man der Webseite beim Selbermachen oft mehr, als man an Kosten spart.
Was gehört alles zur Pflege einer Webseite?
Zwei Ebenen. Die Technik: Updates, Backups, Sicherheit und Ladezeit. Und die Inhalte: Texte und Bilder sauber einpflegen, sinnvolle Überschriften-Struktur, Alt-Texte für Bilder und eine eigene Meta-Beschreibung pro Unterseite.
Warum sind Alt-Texte und Meta-Beschreibungen so wichtig?
Alt-Texte machen Bilder für Screenreader zugänglich und helfen Google zu verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist. Die Meta-Beschreibung ist der Text unter dem Titel im Google-Ergebnis und beeinflusst, wie viele Menschen auf deinen Eintrag klicken. Beides wegzulassen verschenkt Sichtbarkeit.
Schadet es dem Google-Ranking, wenn ich Inhalte falsch einpflege?
Ja. Unstrukturierte Inhalte, zu große Bilder und fehlende Metadaten verschlechtern Ladezeit, Verständlichkeit und Zugänglichkeit. Google bewertet solche Webseiten schlechter, und die Sichtbarkeit sinkt mit der Zeit, oft ohne dass man den Grund sofort sieht.