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Google hat 2026 bis Ende August sechs Änderungen an der Suche bestätigt: zwei Core Updates, drei Spam Updates und ein Update für Discover. Ein siebtes geistert gerade durch etliche Blogs, es existiert nicht.
Die Termine stehen unten in einer Tabelle, so wie Google sie im eigenen Status-Dashboard führt. Spannender als die Daten sind zwei Regeländerungen, die dieses Jahr still dazugekommen sind und länger wirken werden als jedes einzelne Ranking-Beben.
Diese Google-Updates sind 2026 bestätigt
| Update | Start | Dauer | Ende |
|---|---|---|---|
| Februar 2026 Discover Update | 5. Februar | 21 Tage, 17 Std. | 26. Februar |
| März 2026 Spam Update | 24. März | 19,5 Stunden | 25. März |
| März 2026 Core Update | 27. März | 12 Tage, 4 Std. | 8. April |
| Mai 2026 Core Update | 21. Mai | 11 Tage, 21 Std. | 2. Juni |
| Juni 2026 Spam Update | 24. Juni | 2 Tage, 1 Std. | 26. Juni |
| August 2026 Spam Update | 18. August | 2 Tage, 16 Std. | 21. August |
Zwei Muster fallen auf. Core Updates brauchen zwölf Tage, das ist seit Jahren stabil. Spam Updates sind nach zwei bis drei Tagen durch. Dabei wird kein Bewertungssystem neu ausgerichtet, eine bestehende Erkennung greift nur schärfer.
Das Discover-Update im Februar ist der Sonderfall. Es betrifft ausschließlich den Nachrichtenstrom in der Google-App, nicht die klassischen Suchergebnisse. Für eine gewöhnliche Firmen-Webseite ohne redaktionellen Betrieb war es folgenlos.
Das August-Core-Update, das es nicht gibt
Wer nach dem August-Core-Update sucht, findet Ratgeber zur Erholung davon. Es gibt keines, von dem man sich erholen müsste.
Entstanden ist die Geschichte aus einer realen Beobachtung. Zwischen dem 1. und dem 6. August zeigten die Volatilitäts-Messwerte der SEO-Werkzeuge starke Ausschläge, in vielen Branchen bewegten sich die Positionen tagelang. Im Status-Dashboard von Google stand für diesen Zeitraum kein einziger Vorgang.
Bewegung ohne Ankündigung ist normal. Google ändert die Suche laufend und bestätigt nur die größeren Umbauten. Zwei Quellen kannst du selbst prüfen, bevor du einer Update-Meldung glaubst:
- Das Status-Dashboard unter status.search.google.com listet jedes Ranking-Update mit Startzeit, Dauer und Abschluss.
- Der Search-Central-Blog von Google bringt am Starttag jedes Core Updates einen Beitrag mit Namen und Beschreibung.
Fehlen beide, ist das Update nicht bestätigt. Deine Zahlen können sich trotzdem verändert haben, nur lässt sich die Veränderung dann keiner Ursache zuordnen. Und eine Ursache, die niemand kennt, ist eine schlechte Grundlage für den Umbau einer Webseite.
Was die Core Updates im März und Mai verändert haben
Google beschreibt seine Core Updates seit Jahren mit demselben Satz: ein reguläres Update, das relevante, zufriedenstellende Inhalte aus allen Arten von Webseiten besser sichtbar machen soll. Damit kann niemand arbeiten, und das ist Absicht.
Wichtig ist der Charakter dieser Updates. Ein Core Update ist keine Strafe. Es gibt keine manuelle Maßnahme, keine Nachricht in der Search Console, keinen Punkt, den du abarbeiten könntest. Google bewertet den gesamten Index neu, und deine Webseite fällt oder steigt im Verhältnis zu allen anderen. Wer verliert, hat oft nichts falsch gemacht. Jemand anderes hat die Frage nur überzeugender beantwortet.
Daraus folgt eine unangenehme Konsequenz. Eine Erholung kommt in der Regel erst mit dem nächsten Core Update. Zwischen März und Mai lagen zwei Monate, zwischen Mai und heute drei. Wer im Mai verloren hat, wartet also seit Wochen auf die nächste Gelegenheit.
Was die Branche über beide Updates hinweg beobachtet hat, ist auffällig gleichförmig. Webseiten, die vorhandenes Wissen zusammenfassen, haben verloren. Webseiten mit eigenen Zahlen, eigenen Tests, benannter Autorenschaft und örtlichem Wissen haben gehalten oder gewonnen. Der Grund dafür liegt außerhalb der Updates: Die KI-Antworten oben in den Suchergebnissen erledigen einen wachsenden Teil der reinen Informationsfragen, bevor überhaupt jemand scrollt. Eine Zusammenfassung von Bekanntem wird damit zur Ware, die Google selbst herstellt.
Manipulierte KI-Antworten zählen jetzt als Spam
Am 15. Mai 2026 hat Google seine Spam-Richtlinien umgeschrieben. In der Definition steht seitdem ein neuer Tatbestand: der Versuch, die generativen KI-Antworten in der Google-Suche zu beeinflussen. Im Original heißt das “attempting to manipulate generative AI responses in Google Search” (Google, Spam Policies for Google Web Search).
Damit ist eine ganze Werkzeugkiste, die sich seit zwei Jahren rund um GEO gebildet hat, in dieselbe Kategorie gerutscht wie gekaufte Links. Zitate in KI-Antworten kaufen, Webseiten allein zu dem Zweck bauen, dort zitiert zu werden, Inhalte für Sprachmodelle anders ausliefern als für Besucher: alles Spam nach derselben Richtlinie.
Durchgesetzt wurde die neue Regel erstmals mit dem Spam Update vom 24. bis 26. Juni. Es zielte ausdrücklich auf Verstöße bei den Inhalten, also skalierte Texte und Cloaking. Linkspam und Site Reputation waren diesmal nicht gemeint.
Die Grenze verläuft dabei nicht zwischen Mensch und Maschine. Ein Text darf mit KI-Unterstützung entstehen. Er darf nur nicht in Serie und ohne eigenen Wert produziert werden, um Positionen abzugreifen. Wie sich diese Grenze in der Praxis ziehen lässt, steht ausführlich im Beitrag zu Generative Engine Optimization.
Google setzt die Site-Reputation-Regel in Europa nicht mehr durch
Die frischeste Änderung ist zwei Tage alt und betrifft ausgerechnet uns. Am 28. August hat Google im Search-Central-Blog eine Anpassung der Site-Reputation-Richtlinie angekündigt, wirksam ab dem 30. August.
Diese Richtlinie gibt es seit 2024. Sie zielt auf Webseiten, die fremde Inhalte in einem eigenen Verzeichnis veröffentlichen, um deren Rankings mit dem guten Ruf der Domain zu erkaufen. Der Musterfall ist ein Nachrichtenportal, das ein Unterverzeichnis für Gutscheinseiten vermietet.
Neu ist die geografische Trennung, entstanden nach Gesprächen mit der Europäischen Kommission:
- Außerhalb des EWR wirkt eine manuelle Maßnahme wie bisher direkt auf den betroffenen Teil der Webseite, der Rest bleibt unberührt.
- Innerhalb des EWR greift diese Wirkung nicht. Stattdessen kann Google den betroffenen Bereich in seinen Systemen abtrennen, sodass er mit der Zeit unabhängig vom Rest der Domain bewertet wird.
Für eine Handwerks- oder Dienstleister-Webseite ändert sich dadurch nichts. Interessant ist der Vorgang trotzdem, weil er zeigt, wie europäisches Recht inzwischen direkt in die Suchergebnisse hineinreicht. Unverändert bleibt beides, was für Betroffene zählt: Die Benachrichtigung erscheint weiter in der Search Console, und ein Antrag auf erneute Überprüfung ist weiter möglich.
Was 2026 in den Rankings gewonnen und verloren hat
Über alle Updates dieses Jahres hinweg lässt sich der Trend in einem Satz zusammenfassen: Belegbares gewinnt, Austauschbares verliert.
Auf der Gewinnerseite stehen Webseiten mit eigenen Fotos statt Bildagentur-Motiven, mit einem benannten Menschen als Autor, mit Preisen, Referenzen und einem Ort, an dem es die Firma wirklich gibt. Das ist die gute Nachricht für kleine Betriebe. Genau diese Substanz haben sie ohnehin, sie muss nur auf der Webseite stehen.
Auf der Verliererseite stehen drei Muster, und eines davon ist verbreiteter, als man denkt:
- Massenhaft erzeugte Ortsseiten. Vierzig fast identische Texte, in denen nur der Ortsname getauscht wurde, sind 2026 das größte vermeidbare Risiko. Eine ordentliche Ortsseite mit eigenen Projekten und regionalem Bezug ist etwas anderes, davon trägt aber kaum jemand vierzig Stück.
- Dünner SEO-Text. Absätze, die nur da sind, damit ein Keyword vorkommt, zahlen seit Jahren nicht mehr ein und schaden inzwischen.
- Weiterleitungen von aufgekauften Domains. Der Missbrauch abgelaufener Domains steht als eigener Punkt in den Spam-Richtlinien.
Bei den Webseiten, die ich betreue, sind die Core Updates 2026 weitgehend ereignislos vorbeigezogen. Kunstgriffe stecken da nicht dahinter. Auf diesen Webseiten stehen die Leistungen, die der Betrieb tatsächlich anbietet, dazu eigene Fotos statt gekaufter Motive, und die Firma sitzt wirklich an dem Ort, den sie nennt. Warum eine Webseite trotzdem keine Anfragen bringt, hat meistens andere Gründe als ein Google-Update.
Was du bei einem Core Update tun solltest
Der wichtigste Ratschlag ist der langweiligste: während des Rollouts nichts Grundlegendes ändern. Solange die Bewertung läuft, schwanken die Zahlen ohnehin, und du weißt hinterher nicht, ob deine Änderung gewirkt hat oder das Update.
Danach gehst du in vier Schritten vor:
- Abschluss abwarten, dann noch mindestens eine volle Woche. Diese Wartezeit empfiehlt Google selbst, damit sich die Ergebnisse setzen.
- In der Search Console vergleichen: die Woche nach dem Rollout gegen die Woche vor dem Start. Die Gesamtklicks reichen dafür nicht, du brauchst die Aufteilung nach Suchanfrage und nach Seite.
- Den betroffenen Bereich eingrenzen. Fast immer verliert nicht die ganze Webseite, sondern ein Themenbereich oder ein Seitentyp. Das ist die eigentliche Information.
- Die verlorenen Seiten inhaltlich prüfen. Beantwortet die Seite die Suchanfrage besser als die drei, die jetzt darüberstehen? Wenn nicht, weißt du, woran du arbeitest.
Was in dieser Liste fehlt, ist Absicht. Es gibt keinen technischen Schalter, der ein Core Update zurückdreht. Ladezeit und saubere Technik sind Voraussetzung, kein Hebel gegen eine inhaltliche Neubewertung. Wer beides zusammen angehen will, findet den Ablauf unter SEO-Optimierung.
Fazit zu den Google-Updates 2026
Zwei Core Updates, drei Spam Updates, ein Discover-Update: Für ein Dreivierteljahr ist das ein ruhiger Kalender. Die beiden Änderungen mit dem meisten Gewicht standen 2026 in keinem Rollout-Balken. Sie stehen in Richtlinientexten. Seit Mai ist die Beeinflussung von KI-Antworten Spam, seit dem 30. August gilt in Europa ein eigener Umgang mit der Site-Reputation-Regel.
Für die meisten Betriebe bleibt die Arbeitsanweisung dieselbe wie vor allen Updates. Schreib auf, was du wirklich machst, und zeig, wer dahintersteht. Text, den du nur für Google produzierst, kannst du dir sparen. Das hat 2026 in jedem einzelnen Rollout funktioniert.
Häufige Fragen zu den Google-Updates 2026
Welche Google-Updates gab es 2026?
Bis Ende August sind sechs Updates bestätigt: das Discover-Update ab dem 5. Februar, das Spam Update am 24. März, das Core Update ab dem 27. März, das Core Update ab dem 21. Mai, das Spam Update ab dem 24. Juni und das Spam Update ab dem 18. August. Damit stehen 2026 zwei Core Updates und drei Spam Updates im Kalender.
Gab es im August 2026 ein Core Update?
Nein. Im August lief vom 18. bis 21. August ein Spam Update, ein Core Update hat Google für diesen Monat nicht angekündigt. Weder im Status-Dashboard von Google noch im Search-Central-Blog steht eines. Die starken Ranking-Bewegungen Anfang August waren real, sie lassen sich aber keinem bestätigten Update zuordnen.
Wie erkenne ich, ob ein Google-Update echt ist?
Über zwei Quellen von Google selbst. Im Status-Dashboard unter status.search.google.com steht jedes Ranking-Update mit Startzeit, Dauer und Ende. Dazu erscheint am Starttag ein Beitrag im Search-Central-Blog. Fehlt beides, ist das Update nicht bestätigt, egal wie viele Artikel darüber geschrieben wurden.
Was mache ich, wenn meine Webseite bei einem Core Update verliert?
Während des Rollouts nichts Hektisches. Google empfiehlt, den Abschluss abzuwarten und danach noch mindestens eine Woche verstreichen zu lassen. Erst dann vergleichst du in der Search Console die Woche nach dem Rollout mit der Woche vor dem Start, und zwar nach Suchanfrage und Seite getrennt. Meistens zeigt sich dabei, dass nur ein Teilbereich betroffen ist.
Ist KI-generierter Text für Google automatisch Spam?
Nein, entscheidend ist der Zweck. Google wendet sich gegen skalierte Inhalte, die ohne eigenen Wert nur für Rankings erzeugt werden. Ein Text, der mit KI-Unterstützung entstanden ist, aber eigene Daten, eigene Erfahrung und eine benannte Verantwortung mitbringt, fällt nicht darunter. Riskant sind vierzig fast gleiche Ortsseiten mit ausgetauschtem Ortsnamen.