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Bricksbuilder hat am 20. August 2026 die dritte Beta zu Version 2.4 veröffentlicht. Die auffälligste Neuerung ist ab Werk abgeschaltet: Ein KI-Agent kann PHP direkt auf der WordPress-Installation ausführen. Daneben stehen eine ausgebaute Medienverwaltung, ein Prüfwerkzeug für die Mediathek und der Import von Komponenten aus fremden Bricks-Installationen.
Was in der ersten Beta steckte, habe ich im Juli aufgeschrieben. Hier geht es um das, was seitdem dazugekommen ist.
Was die PHP-Fähigkeit in Bricks 2.4 erlaubt
Die AI Abilities aus der ersten Beta waren fest umrissen. Ein Agent durfte Elemente anlegen, Klassen setzen, Templates speichern, jede Fähigkeit einzeln freigeschaltet. Beta 3 stellt eine Fähigkeit daneben, die diese Liste sprengt.
Freigeschaltet wird sie über eine Konstante in der wp-config.php:
define( 'BRICKS_ENABLE_EXECUTE_PHP_ABILITY', true );
Ohne diese Zeile passiert nichts. Als Einsatzzweck nennt Bricks die Fehlersuche: Der Agent kann sich Plugins, Hooks, geplante Aufgaben, Logs und Datenbankinhalte ansehen, Laufzeitfehler nachvollziehen und nach Freigabe Einstellungen oder Daten ändern.
Für das Debuggen ist das ein Sprung. Wer schon einmal einen Konflikt zwischen zwei Plugins gesucht hat, kennt die Schleife: Testcode einbauen, Webseite laden, Ausgabe lesen, Testcode wieder rausnehmen. Ein Agent, der selbst nachsehen kann, spart diese Runden.
Der Preis steht in der Ankündigung selbst. Die Fähigkeit gehört auf vertrauenswürdige Staging- oder Entwicklungsumgebungen, schreibt Bricks. Das ist keine Formalie. Wer PHP ausführen darf, darf alles, was der Webserver darf: Dateien überschreiben, Tabellen leeren. Ein Sprachmodell hat kein Gefühl dafür, welcher Befehl der letzte vor dem Datenverlust ist.
Meine Regel dafür ist kurz. Auf einer Kopie ja, auf der Live-Webseite nein, und vorher ein Backup, das ich schon einmal zurückgespielt habe.
Die Medienverwaltung in Bricks ersetzt das WordPress-Fenster
Der Bricks-Browser bekommt eine eigene Medienverwaltung und löst damit das Standardfenster von WordPress ab. Sie kann suchen und filtern, einzeln und in Stapeln auswählen, hochladen, Metadaten bearbeiten und zeigt an, wo eine Datei überhaupt verwendet wird.
Der letzte Punkt ist der interessante. Die Frage, ob ein Bild noch irgendwo eingebunden ist oder gefahrlos weg kann, beantwortet WordPress von Haus aus nicht. Bei einer über Jahre gewachsenen Mediathek endet das regelmäßig damit, dass niemand etwas löscht.
Media Health prüft die Bilder deiner WordPress-Webseite
Das zweite Medien-Werkzeug ist ein Prüfbericht. Media Health geht die Mediathek durch und meldet kaputte Dateien, fehlende Alt-Texte, fehlende Bildgrößen, überdimensionierte Dateien und veraltete Formate. Abarbeiten lässt sich das an Ort und Stelle: Alt-Text nachtragen, fehlende Größen erzeugen, Bilder optimieren oder wandeln, kaputte Dateien ersetzen oder neu verknüpfen.
Für mich ist das der nützlichste Teil dieser Beta, weil er Baustellen anfasst, die auf fast jeder gewachsenen WordPress-Webseite offen sind. Fehlende Alt-Texte kosten Barrierefreiheit und Sichtbarkeit in der Bildersuche. Zu große Bilder kosten Ladezeit, und zwar dort am meisten, wo es weh tut, nämlich mobil. Ein veraltetes Format kostet beides: Dasselbe Bild fällt als WebP je nach Motiv rund ein Viertel bis ein Drittel kleiner aus als als JPEG.
Ein Punkt fehlt mir dabei. Ein Alt-Text, den ein Werkzeug einfordert, wird schnell zu einem Alt-Text, den jemand hinschreibt, damit die Warnung verschwindet. Ein Dateiname im Alt-Attribut ist schlechter als gar keiner, weil ein leeres Attribut den Screenreader das Bild überspringen lässt, während „img-4821.jpg” vorgelesen wird.
Remote Components: Bausteine aus einer fremden Bricks-Installation
Im Component Manager lassen sich jetzt Komponenten aus einer anderen Bricks-Installation durchsuchen und importieren. Mitgenommen werden verschachtelte Abhängigkeiten, die verwendeten globalen Klassen, Variablen und Farbpaletten, auf Wunsch auch die Bilder.
Wer mehrere Webseiten betreut, spart sich damit den Umweg über Export und Import. Ein Header, der auf Projekt A funktioniert, wandert direkt nach Projekt B. Für alle, die mit einem eigenen Baukasten arbeiten, dürfte das die Neuerung mit dem größten Alltagsnutzen sein.
WooCommerce v2 in Bricks 2.4
Die experimentellen WooCommerce-Elemente bekommen Nachbesserungen an Stellen, die im Warenkorb unschön aussehen. Produkttitel und Variantenangaben lassen sich trennen, statt beides in eine Zeile zu werfen. Dazu kommen dynamische Daten für den Einzelpreis und die Ersparnis je Position. Kasse und Kundenkonto können pro Zustand eigene Sichtbarkeitsregeln für Kopf- und Fußbereich bekommen.
Dass 29 der 79 Fehlerbehebungen in diesem Bereich liegen, sagt genug über den Reifegrad. Für einen Shop, der Umsatz macht, ist das noch nichts.
Was Bricksbuilder 2.4 Beta 3 sonst noch mitbringt
- Ein natives Datei-Element für Dokumente aus der Mediathek, von einer externen Adresse oder aus dynamischen Daten. PDFs zeigt es auf Wunsch direkt in der Webseite an.
- Formular-Aktionen laufen nur noch, wenn Bedingungen zutreffen. Zur Auswahl stehen „ist”, „ist nicht”, „enthält”, „enthält nicht”, „ist leer” und „ist nicht leer”. Damit geht die Benachrichtigung an den passenden Kollegen raus, ohne dass du ein zweites Formular baust.
- Eigenes CSS je globaler Klasse, direkt im Class Manager.
- Interaktionen beim Eintritt in den sichtbaren Bereich lassen sich mit einer Schwelle versehen, von 0 % für den ersten Pixel bis 100 % für das vollständig sichtbare Element.
- Freie Eingabe bei der Schriftfamilie, statt nur der Auswahl aus der Liste.
- Flex und Grid teilen sich dieselben Abstandsregler.
- Varianten einer Komponente lassen sich per Ziehen umsortieren, Komponenten außerhalb der Seite in der Vorschau ansehen.
- Der globale Import und Export nimmt die Konfiguration der Builder-Oberfläche mit.
- Zwei neue Einstellungen für die Klassenauswahl: erste Klasse automatisch auswählen, oder das automatische Auswählen der zuletzt genutzten Klasse abschalten.
- Code-Steuerelemente sind für WPML übersetzbar.
Solltest du Bricksbuilder 2.4 Beta 3 installieren?
Auf der Live-Webseite nicht. Eine Beta ist ein Zwischenstand, einzelne Funktionen ändern sich bis zur fertigen Version noch, und die PHP-Fähigkeit macht aus einem Fehlgriff im schlechtesten Fall einen Schaden.
Auf einer Kopie lohnt sich der Blick, wenn dich eines der drei großen Themen betrifft. Media Health, wenn deine Mediathek über Jahre gewachsen ist. Remote Components, wenn du mehrere Webseiten mit denselben Bausteinen baust. Die PHP-Ausführung, wenn du regelmäßig Fehler suchst, die sich im Backend nicht zeigen.
Für alle anderen: abwarten. Den vollständigen Changelog findest du in den Release Notes zu Bricks 2.4 Beta 3.
Häufige Fragen zu Bricksbuilder 2.4 Beta 3
Was ist neu in Bricksbuilder 2.4 Beta 3?
Die größte Neuerung ist eine PHP-Fähigkeit für KI-Agenten, die ab Werk abgeschaltet ist. Dazu kommen eine erweiterte Medienverwaltung im Bricks-Browser, das Prüfwerkzeug Media Health, der Import von Komponenten aus einer fremden Bricks-Installation, ein natives Datei-Element, Formular-Aktionen mit Bedingungen und eigenes CSS je globaler Klasse im Class Manager. Insgesamt sind 79 Fehler behoben, die meisten davon in den WooCommerce-v2-Elementen.
Ist die PHP-Ausführung in Bricks gefährlich?
Sie ist mächtig und deshalb ab Werk aus. Freigeschaltet wird sie über die Konstante BRICKS_ENABLE_EXECUTE_PHP_ABILITY in der wp-config.php. Wer PHP ausführen darf, darf alles, was der Webserver darf, also auch Dateien überschreiben oder Tabellen leeren. Bricks nennt als Einsatzort vertrauenswürdige Staging- und Entwicklungsumgebungen. Auf einer Live-Webseite hat die Fähigkeit nichts zu suchen.
Was macht Media Health in Bricks?
Media Health geht die Mediathek durch und meldet kaputte Dateien, fehlende Alt-Texte, fehlende Bildgrößen, überdimensionierte Dateien und veraltete Formate. Die Befunde lassen sich direkt abarbeiten: Alt-Text nachtragen, fehlende Größen erzeugen, Bilder optimieren oder in ein modernes Format wandeln, kaputte Dateien ersetzen oder neu verknüpfen.
Kann ich Bricksbuilder 2.4 Beta 3 auf meiner Webseite einsetzen?
Auf der Live-Webseite nicht. Eine Beta ist ein Zwischenstand, einzelne Funktionen ändern sich bis zur fertigen Version noch. Auf einer Kopie deiner Webseite lohnt sich der Blick, wenn dich eines der größeren Themen betrifft. Für den Produktivbetrieb wartest du auf das stabile 2.4-Release.